Schulentwicklung

Fortbildungen

Aktuelle Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung gelangen über Artikel in Fachzeitschriften und/oder Weiterbildungen in die Schulen. Das Johannes-Sturm-Institut bietet derartige Fortbildungen an. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich gern per E-Mail (kontakt[at]sturm-institut.de).


Leseförderung durch Vorlesen (Prof. Jürgen Belgrad)

Das Vorlesen übernimmt nicht nur im Vorschul- und Grundschulalter eine wesentliche Funktionen in der Leseförderung, sondern in einigen Studien der Pädagogischen Hochschule Weingarten auch in der Sekundarstufe I. Zu den Ergebnissen der Studien und weiteren Informationen gitb die Projekt-Homepage Auskunft: www.lesefoerderung-durch-vorlesen.de

Die Fortbildung gliedert sich sinnvollerweise in einen ersten Teil als Vortrag zu theoretischen Grundlagen der Leseförderung und -kompetenz sowie zu Projektergebnissen. Im zweiten Teil, der als Workshop stattfindet, werden Techniken des Vorlesens trainiert sowie eine veränderte Literaturdidaktik anvisiert nach dem MOtto "Faszinieren statt interpretieren".

 

Systemisches Visualisieren (Stephan Ulrich)

Das Werkzeug der Visualisierung reduziert Informationen auf ihren wesentlichen Inhalt bei gleichzeitiger Erhöhung des Erinnerungsvermögens, Anregung der Kreativität und Förderung der Konzentration. Die Systemische Visualisierung bietet zudem eine global, sprachlich unabhängige Kommunikationsform, die in gruppendynamischen Prozessen vorhandenes Potential weit effektiver nutzen kann, als das mit verbalen Mitteln möglich ist.

Die Fortbildung konzentirert sich am ersten Tag auf die Entwicklung zeichnerischer Fähigkeiten und die Schulung optischer Rhetorik, am zweiten Tag liegt der Fokus auf den den strukturellen Aspekten der Datenaufbereitung. Die Teilnehmer erlangen Werkzeuge und Fähigkeiten, welche sie sofort in der eigenen Praxis verwenden und umsetzen können.


Zusammenarbeit mit den Docemus Privatschulen

Die inhaltliche Weiterentwicklung der Docemus Privatschulen ist in einer sich stets verändernden Umwelt enorm wichtig. Dabei steht das humanistische Bildungskonzept als verbindendes Element an vorderer Stelle. Die Verknüpfung von Wissenschaft und Schule ist ebenso wichtig und soll durch das Johannes-Sturm-Institut unterstützt werden.


Weiterentwicklung des Konzeptes Praxisorientierter Unterricht

Die umfassende Bildung der Schüler setzt sich in der Studien- und Berufsorientierung fort. Hierbei muss jedoch betont werden, dass es nicht darum geht, die Lernenden auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, sondern um die Ausbildung einer individuellen Berufswahlkompetenz. Damit kann Goeudevert gefolgt werden, der sagt (Goeudevert 2002, S. 1): „Ausbildung ohne Bildung führt zu Wissen ohne Gewissen".

Der Praxisorientierte Unterricht unterscheidet sich an den Docemus Privatschulen nach der Schulform:

- An den Oberschulen bilden die Schülerinnen und Schüler im Passgenauen Praktikum ihre Berufswahlkompetenz aus.

- Die Fachoberschule vertieft die Berufswahlkompetenz aus der Sekundarstufe I in der Fachpraktischen Ausbildung.

- Das Gymnasium unterstützt die Ausbildung der Berufswahlkompetenz vor allem im Schülerpraktikum.

Das übergeordnete Ziel des Praxisorientierten Unterrichts für alle Schularten kann man wie folgt zusammenfassen: „Eine gelungene Berufswahl lässt sich an der Zufriedenheit einer Person mit und der erfolgreichen Bewährung in ihrem gewählten Beruf ablesen." (Driesel-Lange et al. 2010, S. 8) Damit liegt der Fokus auf dem Schüler, die auf den Arbeitsmarkt am besten vorbereitet sind, wenn sie über eine gut ausgebildete Berufswahlkompetenz verfügen sowie das lebenslange Lernen verinnerlicht haben.

(Literaturnachweis:Driesel-Lange, Katja; Hany, Ernst; Kracke, Bärbel & Schindler, Nicola: Berufs- und Studienorientierung. Erfolgreich zur Berufswahl. Ein Orientierungs- und Handlungsmodell für Thüringer Schulen, hrsg. v. Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Material Nr. 165), Bad Berka 2010.

  • Goeudevert, Daniel: Der Horizont hat Flügel. Die Zukunft der Bildung, München 2002.)
 

Weiterentwicklung der Schulkonzepte

Die Docemus Privatschulen verbindet die humanistische Bildungsidee nach Wilhelm von Humboldt, jedoch legt jede Schule ihren eigenen Schwerpunkt auf beispielsweise das Lesen oder Debattieren. Beide Aspekte der täglichen Arbeit werden in Schulkonzepten zusammmengefasst und als Leitlinie gehalten. Das Johannes-Sturm-Institut unterstützt die Schulen bei dieser konzeptionellen Tätigkeit.

 

Entwicklung eines Konzeptes für den Seminarkurs in der Sekundarstufe II

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums schreiben in den Klasse 7, 8, 9 eine Facharbeit mit dem Ziel, das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten zu erlernen. Dazu gehört eine Aufgabenstellung selbst zu strukturieren, Hypothesen aufzustellen und zu prüfen, Methoden auszuwählen und auszuführen sowie Ergebnisse angemessen darzustellen. Diese Fertigkeiten sind grundlegend für das Studium, womit die Facharbeit einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaftspropädeutik leistet, die an Gymnasien verbindlicher Unterrichtsbestandteil ist.

In der Sekundarstufe II wird diese Ausbildung der Studierfähigkeit weitergeführt - in Form des Semianrkurses. Neben dem Erstellen einer empirischen Seminararbeit ist das Kennenlernen außerschulischer Lernorte (z. B. Universitätsbibliothek, universitäte Institute und Abläufe) entscheidend.

Noch bevor im Land Brandenburg der Seminarkurs verpflichtend eingeführt werden muss, werden die Docemus Privatschulen zusammen mit dem Johannes-Sturm-Institut ein Konzept erarbeitet und den Seminarkurs als Fach in der Sekundarstufe II etabliert haben.